Mit dem Pole am Fels, bei 100 m Wasser unterm Kiel
Nach dem Zusammenkommen der Crew am 30.05.2026 auf der HASPA wurde alles startklar gemacht, rekordverdächtig lange Kassenzettel erzeugt und vorgekocht. Nachmittags ging es dann auch schon los, mit dem Ziel, schleunigst bekannte Gewässer hinter uns zu lassen. Land wollten wir erst wieder in Schweden betreten. Mit genügend Sicherheitsabstand, aber trotzdem von der Angst vor einer Explosion getrieben, passierten wir Tina den Wal und liefen nach zwei Nächten am 01.06.2026 früh morgens in Marstrand (Schweden) ein. Bei einer ersten Rundwanderung über die Insel machten wir uns mit der Materie Stein vertraut, diese sollte uns auf der weiteren Reise stets begleiten. Nach einem gemütlichen Grillabend wurde noch die eine oder andere Flunkyball-Runde gegen eine norwegische, segelnde Rentnergruppe ausgetragen. Zudem wurde internationaler Handel mit deutschen Würstchen gegen norwegischen Schnaps getrieben.
Am nächsten Tag hieß das nächste Ziel Smögen. Dieses wurde gegen Nachmittag desselben Tages erreicht. Zur großen Freude der Crew verbrachten wir die Nacht mit Liegeplatz direkt vor der örtlichen Kneipe.
Der kommende Tag brachte das Abenteuer Schärensegeln. Durch enge Kanäle und an bewachsenen Felsen vorbei bahnten wir uns unseren Weg weiter Richtung Norwegen. Dank vieler Manöver steuerten wir die HASPA unversehrt wieder auf die Nordsee hinaus. Nach einer weiteren Nachtfahrt machten wir das große rote Boot mitten in Tvedestrand (Norwegen) fest. Nach genauer Inspektion unserer verbliebenen Bilgvorräte durch den norwegischen Zoll durften wir dann auch das Land der Fjorde, Berge, Gletscher und dicken Regentropfen betreten. Nach Stärkung durch zwei Eimer Labskaus mit Rollmops erkundeten wir am nächsten Tag den Ort, Reisegruppe Zimtschnecke auf der Suche nach Bäckereien. Wie es sich gehört, begrüßte uns Norwegen mit dicken Regentropfen, weshalb der Ausflug in den dortigen Wasserpark ins Wasser fiel.
Vorbei an beeindruckenden Felsen erreichten wir am nächsten Tag Lillesand und von dort Kristiansand. Das Wetter wurde besser, und neben Citytour und traditionellem norwegisch-indischem Essengehen gab es auch Badespaß mit Stegdusche.
Am nächsten Tag haben wir uns im Lesen von Papierkarten versucht und erfolgreich den ersten Fjord angelaufen (Høgsfjord). Nach liebevoller Absprache mit den Einwohnern durften wir hier in Høle auch die Nacht verbringen. Um die ganze Situation besser überblicken zu können, ging es nach dem Anlegen für die Wandergruppe Aufgedreht noch auf den nächstgelegenen Berg.
Der kommende Tag hob unsere Begeisterung für Steine noch einmal auf ein anderes Level. Mit der Einfahrt in den Lysefjord startete ein großes Fotoshooting von Mensch, Boot und Fels. Einfach schwer zu begreifen, dass es etwas gibt, das senkrechter in den Himmel ragt und dabei höher ist als der Mast der HASPA. Bei strömendem Regen verbrachten wir die kommende Nacht im Industrieort mit Anleger Leirvik.
Eine schönere Umgebung versprach der nächste Ort, Rosendal. Hier wurde ein Pausetag eingelegt, um ihn als Wandertag zum Folgefonna-Gletscher zu nutzen. Über große Felsen musste geklettert werden, um an den Rand dieses Monstrums zu gelangen. Den Määh-Contest konnten wir gegen die Einheimischen zwar nicht gewinnen, aber der Anblick des Gletschers bleibt für alle unvergesslich. Der vorletzte Tag brachte uns durch wunderschöne Landschaft schließlich in einen Vorhafen von Bergen. Hier wurden zwei Hafenolympiaden ausgetragen und die Stadt Bergen besichtigt.
Fazit: Norwegen ist eine wunderschöne, super Sache – und nächsten Sommer geht es wieder ins Warme.












