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Loro Piana Giraglia 2024 - Renntag 1

Wie schlägt sich die Crew der Störtebeker auf ihrem ersten Costalrace im Rahmen von Giraglia 2024?

Heute sollte es also mit dem Racen losgehen.

Dann der Schock: KEIN SONNENBLAUER HIMMEL!

Völlig verwirrt von diesem unvollstellbaren Wetterereignis in Saint Tropez wurden hektisch die Rucksäcke neu gepackt. Gegen 9:30 Uhr lösten sich die Mooringleinen und wir bereiteten uns auf dem Wasser noch einmal vor, eine Wende, eine Halse, einmal Mh0 aus- und einfurlen; Ready!

 

Die Costalrennen hier in Saint Tropez sind von der Streckenführung recht simpel gehalten. An sich ging es von der Startlinie direkt zur Luvtonne, von dort aus ging es nochmal wieder halb zurück, nochmal um die Luvtonne und ab ins Ziel. Die Windverhältnisse forderten dabei maximale Höhe und maximale Tiefe, kurz: Ein etwas längeres Up- und Down.

 

Nachdem wir uns durch die schiere Menge an Booten an frische, unverwehte Luft gekämpft hatten, fing unsere Störtebeker an gut zu laufen. Die Welle war etwas hakelig, aber wir kamen gut vorran. Das erste Manöver an der Luvtonne war etwas wild. Wir hatten das Gefühl, den A3 zu unrecht zuhause gelassen zu haben und entschieden uns daher für den Mh0, mussten allerdings fix zum A2 wechseln als wir merkten, dass wir uns da einen Fehlgriff in der Segelgaderobe geleistet hatten.

 

Unser erster Downwind war bestimmt durch zwei Zweikämpfe mit zwei verschiedenen Ker 46. Als es erneut in den Upwind ging schlief uns der Wind etwas ein. Die hakelige Welle wurde zum Problem und wir kamen einfach nicht in Fahrt. Auf dem letzten Leg konnten wir noch einige Meter gutmachen, unsere Halsen wurden immer besser und besser. Auch wenn es nicht für ganze Platzierungen reichen sollte, war es ein zufrieden stellendes erstes Rennen. 19. Platz, aber da geht noch mehr.

 

In den kommenden Tagen werden wir vor allem an unseren Manövertimings arbeiten. Ein weiteres Learning haben wir in der Auswahl unserer Gaderobe, die Bucht von Saint Tropez kann trügerisch sein, was Windgeschwindigkeiten anbelangt. Wenn wir noch ein Rezept finden, dass uns in der Kombination von wenig Wind aber hakeliger Welle schnell hält, können wir nochmal einen guten Satz nach vorne machen.

 

Am Abend gegutachteten wir noch das Race Village, das wunderbar am Pier gelegen, einen fantastischen Ausblick bietet!